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VP Bank AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Kompetent und effizient

Die VP Bank AG konnte sich im Beratungsgespräch für die 2. Auswertungsrunde qualifizieren. Copyright: Verlag FUCHSBRIEFE
Die VP legt Wert auf Individualität – wenn gewünscht, sogar in Form eines "Nachhaltigkeitsmandats" und anderer Spezialmandate. Gern möchten wir uns mit der VP Bank deshalb über unser entscheidendes Kriterium „Nachhaltigkeit" unterhalten, den kritischen Punkt, den wir dem Kollegen Computer und der ETF-Verwaltung aus dem Internet nicht zutrauen. Ob unser Wunsch der Bank „Befehl" ist?

An der Website der VP Bank gibt es auch für uns als gelernten Grafikdesigner nicht viel zu mäkeln. Übersichtlich, gut strukturiert und auch visuell durchaus ansprechend kommt die in Blau- und Gold- bzw. Gelbnuancen gehaltene Seite daher. Lediglich zwei Klicks brauchen wir, bis wir von „Privatkunden" und „Vermögensverwaltung" zur Kontakt-Schaltfläche kommen und dort Mail und Telefonnummer finden. Perfekt! Unter „Über uns" finden wir, was das Herz begehrt: Standortporträts, Organisation, Politik und Strategie sowie Geschichte des Hauses. Ein transparenter Einstieg!

Wissenswertes

Grundlegende Informationen über Dienstleistungsangebot, Kundenstruktur, Research und Produktangebot zur VP Bank in Liechtenstein haben wir in einem gesonderten Artikel  zusammengefasst.

Der Kunde und sein Anliegen

Im vergangenen Dezember wurden uns EUR 750.000 aus einer Term-Fix-Versicherung ausgezahlt, die im Moment auf einem Konto bei der Erste Bank liegen. Wir sind 33 Jahre alt, verheiratet, aber noch kinderlos, berufstätig und somit nicht auf die Summe angewiesen, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie soll deshalb langfristig angelegt werden.

Zwar planen wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren den Erwerb eines Eigenheims, hoffen aber aufgrund unserer Einkommensverhältnisse, die Summe dafür nicht angreifen zu müssen. In drei Jahren fließt der gleiche Betrag noch einmal, wenn ein Vermögensverwalter uns bis dahin überzeugt, hat er also Aussichten, das Gesamtvermögen von 1,5 Mio. Euro zu verwalten.

Über ein ETF-Portfolio haben wir nachgedacht, sind nun aber aufgrund der Marktturbulenzen in jüngster Zeit verunsichert und fragen uns, ob das Geld nicht doch bei einem erfahrenen Vermögensmanager besser aufgehoben ist. Ein wenig Erfahrung bringen wir mit: 30.000 Euro Sparguthaben haben wir in einem ETF-Sparplan angelegt. Wir kennen die gängigen Anlageklassen, verstehen den Zusammenhang zwischen Rendite, Risiko und Anlagehorizont und interessieren uns für das Thema Nachhaltigkeit. Insbesondere, weil wir „ethisch einwandfrei" anlegen wollen, hoffen wir auf die weitergehenden Möglichkeiten der Bank.

Der telefonische Erstkontakt

Die telefonische Kontaktaufnahme mit der Bank verläuft unproblematisch, nimmt allerdings gute zehn Minuten in Anspruch. Es gibt einen automatischen Aufzeichnungshinweis auf Deutsch, Englisch und Französisch, dann meldet sich die Zentrale. Der Gesprächspartner sieht die deutsche Rufnummer und fragt, ob wir dort ansässig sind, was wir bejahen. Er stellt daraufhin zu einem Kollegen durch, wobei wir über zwei Minuten in der Warteschleife verbringen.

Der Kollege möchte wissen, wie wir auf die die VP Bank kommen und um welche Anlagesumme es geht. Wir verweisen auf unsere Recherchen sowie Empfehlungen aus dem Freundeskreis und nennen als Summe die aktuell im Raum stehenden 750.000. Haben wir Terminwünsche? Durchaus, da wir demnächst beruflich in der Schweiz unterwegs sind, da ließe sich das gut verbinden.

Wir bekommen einen unserer beiden Wunschtage, ebenso die von uns gewünschte Uhrzeit. Zudem erfahren wir, auf welche Berater wir im Gespräch treffen werden. Eine Bestätigung und Informationen zu Haus und Beratern sollen wir per Mail erhalten. Wäre es für uns in Ordnung, einen Vorab-Fragebogen auszufüllen, damit die Berater eine Grundlage für die Gesprächsvorbereitung haben? Das bejahen wir. Auch wenn es sich um eine kleine Fleißaufgabe gegenüber der mündlichen Erfassung von Kundenwünschen handelt, finden wir die Idee mit der schriftlichen Befragung gar nicht so schlecht.

Alles in allem: Ein professionelles Gespräch, unsere Wünsche werden beachtet, auch der Zeitaufwand liegt im Rahmen. Die angekündigten Unterlagen kommen pünktlich, der Erfassungsbogen ist auf den Punkt und ermöglicht einen schnellen Einblick in die Kundenwünsche. Einem effizienten Beratungsgespräch steht so nichts mehr im Weg.

Das Gespräch mit den Beratern vor Ort

Für die Optik von Liechtensteiner Banken gilt scheinbar das Prinzip "Kennste eine, kennste alle". Wie die uns bisher bekannten anderen Institute grüßt uns ein kastenförmiger, schmuckloser Steinbau im Zentrum. Die Empfangshalle ist gediegen, es gibt mehrere Schalter, wovon einer eindeutig die Hauptanlaufstelle ist, und eine höchst merkwürdige, großformatige Osterdekoration aus riesenhaften Eiern in einer Art Käfig.

Die Empfangsdame schickt uns mit dem Aufzug in den ersten Stock, dort warte die Kollegin. Diese empfängt uns direkt am Aufzug, stellt sich aber nicht vor, weswegen wir kurz fälschlicherweise annehmen, der Beraterin gegenüberzustehen. Auch das Beratungszimmer erinnert uns an diejenigen, die wir hier bereits kennengelernt haben: ovaler Tisch mit heller Holzplatte, graue Lederstühle, ein Bildschirm mit Imagewerbung, zwei moderne Gemälde. Nettes Extra: Es gibt eine Garderobe, in der man die im Nieselwetter notwendige Regenausrüstung loswerden kann. Auf dem Tisch steht eine Miniaturvariante der Osterdekoration aus der Eingangshalle. Wir bekommen von der recht wortkargen Empfangskollegin der 1. Etage einen Kaffee und ein Wasser, wenige Sekunden später sind die Berater auch schon da.

Viele Fragen zum Einstieg

Die VP Bank wollte eigentlich im Vorfeld einen Ausweis haben, weswegen wir ein wenig angespannt in dieses Gespräch gehen und uns bereits zurechtlegen, dass unser Pass leider, leider im Hotelsafe liegt. Die beiden Berater sind jedoch freundlich, zugänglich und mahnen die fehlende Ausweiskopie nicht an.

Wir werden zuerst ein wenig ausgefragt, wo die meisten anderen mit der Eigenpräsentation beginnen: Was machen wir beruflich? Kennen wir die VP Bank ein wenig, was haben wir im Vorfeld über sie erfahren und auf welchen Wegen? Haben wir bereits Anlageerfahrung? Wurde der Anlagebetrag bereits ausgezahlt? Wie kommen wir überhaupt auf Liechtenstein? Angesichts der geballten Ladung an Fragen fühlen wir uns fast wie im Verhör.

Die Berater und das Bankhaus

Als nächstes erfahren wir mehr über die Berater. Nachdem man sich über Berufsbiographien und etwas Small Talk etwas kennengelernt hat, geht es an die Vorstellung der Bank. Zu diesem Zweck erhalten wir eine personalisierte Präsentation, die als Leitfaden durch das restliche Gespräch dient.

Die VP Bank ist weltweit tätig, Liechtenstein ist der Hauptsitz. Nur hier gibt es überhaupt noch Retail-Banking, alle anderen Niederlassungen betreiben ausschließlich Vermögensverwaltung. Wir erfahren ein wenig über Gründer Guido Feger und einige Meilensteine der Entwicklung des Hauses: 1956 gegründet, 2015 fusionierte man mit der Centrum Bank AG, dem damals größten Finanzinstitut des Fürstentums. Ankeraktionäre sind die nach dem Gründer benannte Feger-Stiftung, die Hilti-Unternehmensstiftung und die Marxer-Stiftung. Das sorge für Stabilität und Nachhaltigkeit, zudem habe man über die Marxer-Stiftung Zugriff auf ein exzellentes Netzwerk an Rechtsberatern, erfahren wir.

Bank und Standort: solide aufgestellt

Die VP hat zwar eigene Produkte, rühmt sich jedoch, im Interesse ihrer Kunden eine "offene Produktarchitektur" einzusetzen. Die Kennzahlen lesen sich solide: AuM 48,5 Mrd. CHF, Tier 1 Ratio 20,9%, Eigenkapitalquote 7,9%.

Auch auf die Standortvorteile des Finanzplatzes Liechtenstein gehen die Berater ein: keine Staatsverschuldung, kurze Wege, stabile Währung, EWR-Mitgliedschaft. Keine einzige Bank im Fürstentum habe während der Finanzkrise staatliche Unterstützung benötigt, so die Berater mit hörbarem Stolz. Einen detaillierten Geschäftsbericht stellen sie uns per Mail in Aussicht.

Zur Sache: Die Vermögensverwaltungs-Angebote der Bank

Dann sind wir beim Thema Vermögensverwaltung angelangt. Ob wir eigentlich wissen, was das ist? Und gibt es ein Zeitlimit? fragen die Berater in einem Atemzug. Offenbar haben wir bislang keinen übermäßig kompetenten Eindruck hinterlassen, hören uns aber aufmerksam das Grundlagenwissen an, dass die Berater sehr anschaulich vermitteln, etwa den Zusammenhang zwischen Risikotoleranz und Rendite.

Wir treffen einmal mehr auf die fünf schon bekannten "Standardpakete" von risikoarm bis renditestark, gestaffelt nach Aktienquote. Zwischen diesen Paketlösungen kann man jedoch auch jederzeit wechseln – etwa, wenn die Zinsen steigen und man deshalb auf eine risikoärmere Variante mit mehr festverzinslichen Anlagen wechseln möchte. Wie schätzen unsere Berater denn die Zinsentwicklung ein? möchten wir erfahren.

Expertise und Research-Kompetenz

Für das laufende Jahr rechnen sie nicht mehr mit großen Schritten. Allerdings untersuche die EZB gegenwärtig, wie sich die Negativzinspolitik auswirke und ob Zinssenkungen überhaupt noch den gewünschten Effekt hätten. Gern können wir uns für den regelmäßigen Newsletter anmelden, in dem wir laufende Einschätzungen der VP zu Märkten, Zinsen, Währungen und anderen wichtigen Daten erhalten würden.

Die Expertise der Bank, so unsere Berater, fließe in jedes einzelne Kundenportfolio mit ein. Es sei nie nur ein Berater, der entscheide. Hinter jedem Depot stehe praktisch ein ganzes Team aus verschiedenen Experten. Der Berater/Betreuer sei die Schnittstelle zwischen ihnen und dem Kunden und stehe mit diesem im Austausch – je nach Kundenwunsch per Mail oder auch persönlich. Zumindest einmal im Jahr halte man ein persönliches Treffen für sinnvoll.

Anlageprozess und Anlageklassen

Der Anlageprozess ist in der Präsentation grafisch gut veranschaulicht. In ihr sind auch alle genutzten Anlageklassen – Fonds, Obligationen, Aktien, alternative Anlagen und Währungen – dargestellt. In Sachen Währung hat der Kunde die Wahl zwischen CHF, EUR und USD. Weil Währungseinschätzungen nur kurzfristig getroffen werden könnten und langfristige Prognose nicht seriös seien, sichere man Währungsrisiken stets über Forwards und Short-Positionen ab, das sei eine gängige und günstige Strategie.

Bei Fonds erfolge die Auswahl strikt nach Best-in-class-Prinzip, der Emittent spielt keine Rolle. Wert lege man dagegen auf einen "track record", man werde keine Fonds in Portfolios legen, die erst vor ein paar Monaten aufgelegt worden seien. Zu den hauseigenen Produkten führen die Berater aus, dass diese "deutlich unter 50%" im Kundenportfolio ausmachten. Bei den Anleihen beschränke man sich auf solche mit "Investment Grade"-Rating und meide illiquide Märkte. Bei den Aktien wiederum verfolge das Haus weitgehend einen Value-Ansatz. Die alternativen Anlagen streifen wir nur kurz – Gold sei ja ein beliebter Risikopuffer.

Unsere Anlageziele

Mit der grafischen Darstellung der Pakete von Zinsertrag, Konservativ, Ausgewogen, Wachstum und Aktien machen sich die Berater daran einzuordnen, welches dieser Jäckchen uns wohl am besten passen mag. Risikotoleranz? Zukunftspläne? Anlagezeitraum? Wir erwähnen, dass wir langfristig anlegen möchten, aber ggf. in einigen Jahren über einen Immobilienerwerb nachdenken werden. Die VP-Berater verweisen auf die Möglichkeit eines so genannten Lombardkredits. Selbst WENN die Traumimmobilie unterhalb der Zehn-Jahres-Grenze am Horizont auftaucht, müsste das Portfolio somit nicht liquidiert werden.

Als nächstes wird die Herkunft des Geldes aus einem Versicherungsvertrag geklärt. Wir interessieren uns für die Gebühren. Darauf könne man noch kommen, vertröstet einer der Berater. Im Anlagevorschlag würden diese detailliert ausgewiesen. Gut, dann kommen wir darauf noch, aber bitte noch innerhalb dieses Gesprächs – andere Frage: Wie hält die VP-Bank es denn mit der Nachhaltigkeit? Diese Frage ist uns wichtiger als ein festes Renditeziel. Wir wünschen uns ein Portfolio, dass bei Einhaltung unserer ethischen Kriterien allermindestens einen Erhalt des Stammkapitals mit Inflationsausgleich gewährleistet, ideal wären ein bis zwei Prozent Nettorendite.

Knackpunkt Nachhaltigkeit

An dieser Stelle wird es für uns etwas unbefriedigend. Das könne man erst ab 1,5 Mio. Euro Anlagebetrag berücksichtigen. Nun, dann ist das ja ein guter Zeitpunkt zu erwähnen, dass wir in drei Jahren genau über diesen Gesamtbetrag verfügen und, falls wir bis dahin mit der Arbeit unseres Vermögensverwalters mit unseren zunächst anzulegenden 750.000 Euro zufrieden sind, dieser künftig die doppelte Summe für uns verwalten darf. Das scheint aber nicht das einzige Hindernis zu sein.

Nachhaltigkeit, so doziert einer unserer Berater, sei ja "per se ein sehr weiter Begriff". Wolle der Kunde einzelne Titel ausschließen, müsse man im Einzelfall klären, ob sich das „mit den hauseigenen Anlageprinzipien vereinbaren" lasse. Die haben also eindeutig Vorrang vor dem Kundenwunsch. An diesem Punkt hätten wir uns im "wahren Leben" direkt gegen die VP-Bank entschieden und das Gespräch abgebrochen.

Zahlen und Fakten

Wir sind ohnehin fast am Ende angekommen und schauen uns noch ein paar "harte Zahlen" an. Die Renditeerwartungen der VP für die einzelnen Pakete sind ernüchternd. Selbst bei der Variante mit der höchsten Aktienquote ("Aktien, 95%") und damit der höchsten Risikoerwartung stehen da nur 4,6% unterm Strich. Das erscheint uns wenig, denn andernorts erfuhren wir bereits, dass zwischen 5% und 6% brutto erwirtschaftet werden müssen, wenn nach Kosten, Steuern und Inflation auch nur ein Prozent Nettoertrag erreicht werden sollen. Wenigstens ein Prozent hätten wir schon gern, sonst stellen wir uns die Frage, ob wir den ganzen Investment-Stress nicht lieber lassen. Die Renditeerwartungen, so unsere Berater, seien sehr konservativ eingeschätzt. Neben einer Übersicht über die historische Entwicklung der einzelnen Modelle sehen wir auch noch die Risikokennzahlen und die maximalen Ausschläge nach unten, etwa in der Banken- und in der Eurokrise.

Auf die momentane Asymmetrie zwischen Markt und Realwirtschaft bzw. Konjunktur angesprochen können unsere Berater auch nur vorsichtige Einschätzungen geben. Ja, die Konjunkturindikatoren seien schlecht. Von bestimmten Dingen – etwa GBP – müsse man die Finger lassen, da sie politisch zu unberechenbar seien. Sie verweisen auf die Analysen von Dr. Thomas Gitzel auf der hauseigenen Website, eventuell würden uns die interessieren. Es entspinnt sich eine recht angeregte Unterhaltung über Unsicherheiten, Brexit, China, Großkonzerne, Enteignungen und die Gefahren des Rechtspopulismus.

Die Sache mit der Mehrwertsteuer

Unsere Berater machen uns noch auf die verschiedenen Mandatslösungen aufmerksam: Fondsmandat, klassisches Mandat, Nachhaltigkeitsmandat... aha, also doch. Aber wir bekamen ja schon gesagt, dass wir dafür ein eher zu kleiner Fisch sind. Wie ist es denn nun mit den Gebühren, darauf wollten wir doch noch zurückkommen? haken wir nach.

Wir erfahren, dass wir bei einem Fondsmandat für die Strategie "Wachstum", die unseren Voraussetzungen und Zielen am ehesten entspricht, mit 1,3% bis 1,4% rechnen müssen. Das finden wir für eine Fondsverwaltung ganz schön happig – ist da wenigstens die Mehrwertsteuer schon drin? Aus der uns ausgehändigten Gebührenliste geht das nämlich nicht hervor. Die Gretchenfrage "brutto oder netto" kann keiner der Berater beantworten, Einer der Berater will das für uns herausfinden und per Mail schicken. Wir sind noch viel weniger beeindruckt als wir es schon vorher waren. Möglicherweise strahlen wir das auch aus, denn er versucht uns die Gebührenstruktur durch den Verweis auf die "sehr transparente und kundenfreundliche" all-in-fee etwas schmackhafter zu machen. Wir sind immer noch nicht beeindruckt. Aus seinem Mund klingt es, als wäre das ein besonderer Kundenservice des Hauses, aber die All-in-fee ist als Modell Standard und Gebührentransparenz unter MiFID II verpflichtend.

Abwarten und Kaffeetrinken

Wir klären noch kurz den Fahrplan zum Anlagevorschlag. Die fehlenden Infos werden per Mail nachgereicht, ob wir schon einen zweiten Termin vereinbaren möchten? Nein, aber wir freuen uns auf den Vorschlag. Das Gespräch endet nach einer Stunde und 20 Minuten. Effizient ist man hier – Gespräche dauern im Fürstentum selten über 90 Minuten, meist sogar ein Stück darunter, was sehr angenehm ist (wir haben andernorts auch schon fast drei Stunden erlebt). Man konzentriert sich auf das Wesentliche und reduziert das Geplänkel. Auch unsere Frage nach einem Café mit WLAN wird von den Beratern freundlich beantwortet.

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Adresse und Website

VP Bank AG
Aeulestrasse 6
9490 Vaduz
Liechtenstein

www.vpbank.com

MEHR INFORMATIONEN ZU TOPS 2020

PERFORMANCE-PROJEKT

 

Vermögende wollen gut beraten werden. Ebenso wichtig ist aber, dass das anvertraute Kapital solide verwaltet und vermehrt wird. Der Markt der Vermögensverwaltung ist intransparent. Getreu unserem Motto „Wir machen Qualität transparent" verfolgt das Performanceprojekt der Private Banking Prüfinstanz genau dieses Ziel.

Die VP Bank AG nimmt aktiv am dritten (Stiftungsvermögen), vierten (vermögender Privatkunde) und fünften (vermögensverwaltende Fonds) Perfomanceprojekt der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ teil (www.pruefinstanz.de).

Ein Projekt hat die Betreuung über 5 Jahre eines klassischen Private Banking Portfolios mit 3 Mio. EUR Anlagesumme zur Grundlage, das andere ist ein Portfolio aus vermögensverwaltenden Fonds des Hauses mit 1 Mio. Euro Anlagesumme. Die Kursdaten und das Portfoliomanagement-System werden von vwd zur Verfügung gestellt.

Die Projekte können von angemeldeten Besuchern der Webseite jederzeit eingesehen werden. Die Teilnahme an den Projekten ist kostenfrei. Es stehen 73 bzw. 74 Anbieter in den genannten Projekten im Wettbewerb zu einem Benchmark-Depot auf ETF.

Stand: Juni 2020

TRUSTED WEALTH MANAGER

Gibt es Verfahren oder Streitigkeiten mit Kunden?

Die VP Bank AG gibt an, in den vergangenen drei Jahren in keinerlei Rechtsstreitigkeiten mit Kunden verwickelt gewesen zu sein. Dem laufenden Monitoring der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ unterliegt die VP mit Sitz in Liechtenstein nicht.


Hier finden Sie WISSENSWERTES zur VP Bank AG.


Mehr aus Rating

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Fazit

Es ist ein ambivalentes Beratungserlebnis bei der VP: Struktur und Freundlichkeit passen, und wir sind von den Möglichkeiten der Bank durchaus überzeugt. Aber offenbar ist unser Anlagebetrag zu niedrig, um das volle Leistungsspektrum der Bank zu erfahren? Wir fühlen uns nur bedingt individuell behandelt. Vor allem unsere Ethik-Kriterien werden nicht ausreichend diskutiert. Der Wunsch nach nachhaltiger Anlage ist aber ein entscheidendes Kriterium für uns, einer Bank den Vorzug vor dem Robo-Advisor zu geben – der an dieser Stelle gar nicht befriedigt. Alles in allem reicht das nur sehr knapp für die Qualifikation zur Auswertung des Anlagevorschlags.


 

HINWEIS:

Dieses Bankenporträt beruht auf den Eindrücken aus einem individuellen Erstberatungsgespräch, das ein zuvor geschulter Testkunde durchgeführt hat. Die wiedergegebenen Eindrücke wurden während des Gesprächs oder unmittelbar danach schriftlich protokolliert. Subjektive Wahrnehmungen lassen sich nicht ausschließen. Der Testkunde hat sich zur Neutralität gegenüber dem getesteten Institut verpflichtet. Die Bewertung wurde nach einem festen Schema vorgenommen, das die Private Banking Prüfinstanz erstellt hat. Es beruht auf der jahrelangen – wissenschaftlich untermauerten – Beschäftigung mit dem Thema Beratungsqualität im Private Banking durch die Private Banking Prüfinstanz, Dr. Richter | IQF und Ralf Vielhaber | Verlag FUCHSBRIEFE.

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