Die US-Staatsschulden rasen auf die 40-Billionen-Dollar-Marke zu. Auch in Europa spitzt sich die Schuldensituation zu. Damit drohen Staatsanleihen ihren Status als "safe haven" zu verlieren.
Der Ölpreis hat die Marke von 100 US-Dollar wieder nach oben durchbrochen. Dennoch lässt die EZB den Leitzins unverändert bei 2,25%. Die Perspektive ändert sich aber.
Mit dem stark gestiegenen Ölpreis haben auch der Kanadische Dollar und die Norwegische Krone gegenüber dem Euro zugelegt. Dagegen hat der US-Dollar vorerst nicht profitiert. Stehen Rohstoff-Währungen vor einem Comeback?
FUCHS-Briefe
Strengere Bankanforderungen und schwache Kreditnachfrage
Das Umfeld für Unternehmensfinanzierungen bleibt angespannt: Trotz leicht gesunkener Zinsen müssen Unternehmen mit strikteren Anforderungen der Banken rechnen. Die Europäische Zentralbank kann dem schwachen Kreditmarkt kaum Impulse geben. Besonders Mittelständler spüren den Druck und sollten darauf reagieren.
Die Leitzinssenkung der US-Notenbank hat auch Auswirkungen auf den Kryptomarkt. Die Weichen für ein starkes Quartal sind gestellt. Das lässt sich aus vergangenen Zinssenkungen gut schließen.
FUCHS-Devisen
USA, Europa und Japan auf divergierenden geldpolitischen Pfaden
Die wichtigsten Notenbanken der Welt werden am Wochenende in Jackson Hole über ihre Geldpolitik beraten. Die Augen der meisten sind dabei auf den Fed-Chef Jerome Powell gerichtet. FUCHS-Devisen finden aber viel interessanter, welchen Weg die USA und Europa im Vergleich zu Japan einschlagen. Denn die Pfade laufen weiter auseinander. Daraus könnten Spannungen an den Finanzmärkten erwachsen, die länger wirken als der Schock-Moment Anfang Juli.
In den USA könnte im (Früh-)Herbst (September) die erste Zinssenkung anstehen. Darauf deuten die Daten vom aktuellen Rand hin. FUCHS-DEVISEN haben die vorliegenden Inflationszahlen in ihrer Bestandteile zerlegt und dies mit dem Prognosemodell der Fed abgeglichen, das wir hier Anfang April vorgestellt haben.
Rezession und Stagflation – zwei Reizwörter machen die Runde. Sie deuten normalerweise darauf hin, dass die Notenbanken die geldpolitischen Zügel lockern. Doch davon kann vorerst noch keine Rede sein.
FUCHS-Devisen
Ist der Abbau der Verschuldung unmöglich geworden?
Trotz seit geraumer Zeit und steil steigender Zinsen wachsen die globalen Schulden weiter kräftig. Das wird - so fürchtet es auch Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber - zu einer neuen Finanzkrise führen. Angesichts der global überbordenden Schulden stellt sich immer drängender die Frage: Kann es einen Ausweg aus dem Verschuldungskreislauf geben?
FUCHS-Devisen
Präsidentschaftswahl könnte Kurswechsel in der Zinspolitik auslösen
In diesen Tagen wandern die Augen der Finanzwelt in Richtung Türkei. Der Mr. Universum der muslimischen Welt, Recep Tayyip Erdogan, könnte bei den Präsidentschaftswahlen am 14. Mai eine Niederlage erleiden. Sehr wahrscheinlich ist das nicht, aber auch keineswegs unmöglich -und unverhofft kommt oft. Spannend wird es deshalb für die Lira.
FUCHS-Devisen
Bankökonomen: Die Fed lässt die Zügel etwas lockerer
Die Erwartungen für die Wechselkurse sind seit jeher eng mit dem Zinsausblick verknüpft. Nach einer längeren Wegstrecke, in der die Fed falkenhaft agierte, lässt sie nun angesichts der US-Bankenkrise in den Erwartungen der Ökonomen die Flügel etwas hängen. Das wirkt sich auf die Wechselkursprognosen aus.
2022 erlebten die Notenbanken ein großes Comeback. Nach einer jahrelangen lockeren Geldpolitik, sahen sie sich gezwungen wieder einen restriktiveren Kurs zu fahren. Ihre Politik wird auch das Wirtschaftsjahr 2023 maßgeblich prägen.
FUCHS-Devisen
Bank of Canada deutet weitere Drosselung des Zinstempos an
Die Inflation ist noch nicht auf "Wunsch-Niveau". Dennoch deutet Kanadas Notenbankchef eine Drosselung des Zinserhöhungstempos an. Das hat Auswirkungen auf die Währungskurse und eröffnet weitere interessante Anlageperspektiven in Kanada.
Manuel Lopez Obrador, Präsident von Mexiko. Copyright: picture alliance / ZUMAPRESS.com | El Universal
Mexikos populistischer Präsident Lopez-Obrador posaunt phantastische Wachstumszahlen heraus, er schwafelte jüngst von je 5% für die drei Jahre 2022 bis 2024. Seine Wirtschaftsministerin schätzt realistischer, mit etwa der Hälfte (2,6%). Vor allem die verarbeitende Industrie ist in einer schwachen Verfassung.
Handel mit Euro und Dollar. (c) picture alliance / Zoonar | Oleksandr Latkun
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt … Während sich die Märkte bereits auf ein Zinserhöhungsszenario mit acht Schritten der Fed "eingeschossen" haben, zeigen verschiedene Indikatoren ein ganz anderes Bild. Sie gilt es im Auge zu behalten. Sonst werden Anleger auf dem faschen (Zins-)Fuß erwischt.
Die EBRD hat in ihrem aktuellen Ausblick die Prognose für Russland deutlich heraufgesetzt. Hintergrund sind die hohen Rohstoffpreise sowie die Annahme eines günstigen Verlaufs der Corona-Pandemie. Letzteres hat sich aber wohl schon erledigt. Stattdessen scheint die Inflation aus dem Ruder zu laufen.
Die brasilianischen Währungshüter haben ihre Leitzinsen seit Jahresbeginn um 575 Basispunkte hochgehievt. Und dennoch gilt: zu wenig, zu spät. Brasilien stellt sich langsam wieder auf zweistellige Werte für Leitzinsen ein, nachdem die Inflation diese Marke bereits übersprungen hat.
Die Finanzierungsbedingungen werden sich verschlechtern. Copyright: Pixabay
Finanzierungen werden gerade wieder etwas günstiger. Das wird aber nur einen kurzen Augenblick so sein. Es deutet viel darauf hin, dass die Kreditkosten in den kommenden Monaten weiter spürbar steigen. Es wird viel wichtiger, bei Finanzierungen jetzt schon an den Umschuldungstermin zu denken.
Non Profit im Plus: Vorbereitung auf die Zinswende
Die Inflation springt an, das liegt vielleicht nur an der Mehrwertsteuer Erhöhung. Die Zinsen legen zu, das kann technische Gründe haben. Die zusätzliche Geldmenge, die durch digitale Währungen entsteht, ist aber in etwa schon so hoch, wie alle Bargeldbestände in Euro zusammen. Begünstigt das die Zinswende ?
Die tschechische Krone zieht an. Das Wachstum ist stärker als von der CNB vorausgesetzt. Notenbank-Chef Jiri Rusnok redet von einer schnelleren Zinsnormalisierung.