Der Erdrutschsieg der Tisza und die Ablösung Orbans werden vom Markt gefeiert. Wie schnell sich tatsächlich eine konjunkturelle Wende einstellt, ist ungewiss. Die Notenbank senkte im März die Zinsen um 25 Basispunkte auf 6,25% wie erwartet. Die Turbulenzen im Energiemarkt ließen die Inflationserwartungen dagegen steigen. Engpässe durch die blockierte Straße von Hormus erhöhen die Abhängigkeit von russischen Öllieferungen und treiben die Sorgenfalten auf die Stirn.
Der Forint gewinnt an Stabilität und eröffnet Anlegern neue Perspektiven. Während der Konsum noch schwächelt, zeigt sich im Bausektor bereits Wachstum. Der Leitzins bleibt hoch, der Realzins auch. Das zieht Kapital an. Davon können Anleger profitieren.
Die wieder gestiegene Inflation dürfte die Notenbank dazu veranlassen, keine weiteren Zinssenkungen vorzunehmen. Darum dürfte sich der ungarische Forint gegenüber dem Euro stabilisieren. FUCHS-Devisen sieht Anlagechancen.
Die Konjunktur in Ungarn kommt unter Druck. Die Rufe nach Zinssenkungen werden lauter. Die Notenbank sitzt allerdings zwischen zwei Stühlen. Einerseits möchte sie der Binnenkonjunktur helfen, andererseits mit ihrer Politik die Währung stabilisieren. Anleger finden dennoch gute Chancen in Ungarn.
In Ungarn läuft es rund. Die Notenbank reduzierte zum achten Mal in Folge den Leitzins (7,25%). Im Oktober vergangenen Jahres lag dieser noch bei 13%. Für die nächste Zinsentscheidung am 18. Juni erwartet der Markt erneut einen Rückgang um 50 Basispunkt. Daraus entstehen Anlagechancen.
FUCHS-Devisen
Ungarischer Forint vor einer Richtungsentscheidung
Die rückläufige Inflation stabilisiert den Donau-Staat und nähren Spekulationen über einen Richtungswechsel des Forint. Denn die Hoffnungen auf weitere Kapitalzuflüsse in das Land am Balaton sind nicht unbegründet. Die Kombination aus anziehendem Wachstum und niedrigen Bewertungen sorgt für Forint-Fantasie.
FUCHS-Devisen
Ungarns Notenbank steigt aus dem Notwährungsregime aus
Mit exorbitanten Zinsanhebungen versuchte Ungarns Notenbank die Inflation in den Griff zu bekommen und die Landeswährung Forint zu schützen. Zwar ist es noch zu früh um "Mission erfüllt" zu rufen. Doch das Notfallprogramm wird allmählich heruntergefahren. Für den Forint sind das gute Nachrichten.
In den vergangenen Tagen haben die Notenbanken sehr vieler Schwellenländer eine Zinspause eingelegt. Dennoch entwickeln sich ihre Währungen gegenüber Euro und US-Dollar sehr unterschiedlich. Woran das liegt und was Anleger daraus machen können, erläutern FUCHS-Devisen.
Die Hoffnung auf eine weitere Stabilisierung der Teuerungsraten mit dem rückläufigen Wachstum nährt die Aussicht auf Kursgewinne im Forint. Attraktive Standortbedingungen und eine relativ stabile Energieversorgung ziehen ausländisches Kapital ins Land. FUCHS-Devisen zeigen, wie Anleger davon profitieren können.
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In Ungarn kommen die Inflationsdämpfer in die Vorhand
Geschäftsmann mit Diagramm (c) fotogestoeber/stock.adobe.com
Der Forint wertete im Zuge von Inflation, Rezessionsängsten, Streit mit der EU und einem Krieg im Nachbarland deutlich ab. Nun mehren sich die Anzeichen, dass der Abverkauf ein Ende findet. FUCHS-Devisen zeigt auf, wie Anleger davon profitieren.
Der Forint ist gegenüber dem Euro tief gefallen. Nun bremst die Notenbank Ungarns auch noch ihr Tempo bei den Zinserhöhungen. Dennoch könnte der Forint jetzt steigen. Und einen Zinsvorsprung hat das Land auch...
Im Corona-Jahr 2020 schrumpfte die ungarische Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 4,9%. Im Jahr 2021 hingegen wuchs sie wieder um 7,1%. Angetrieben von Wahlkampfgeschenken dürfte das erste Quartal 22 um voraussichtlich 8% besonders dynamisch zugelegt haben. Der klare Wahlsieg des moskaufreundlichen Viktor Orbans mit seiner Fidesz-Partei erlaubt es ihm nun, das vierte Mal in Folge mit einer Zweidrittelmehrheit zu regieren. Das bringt auch Anlagechancen mit sich.
Mit dem Plazet des EuGH zum Rechtstaatsmechanismus wird der Spielraum Ungarns und Polens weiter verengt. Die Wahrscheinlichkeit von Sanktionen steigt. Damit wächst auch das Risiko weiterer Exits aus der EU.
Der Euro ist tief gefallen. Er dürfte sich jetzt aber berappeln. Das gilt zumindest gegenüber kleineren Währungen, die hauptsächlich in der zweiten Liga spielen. Aber auch gegenüber dem Chinesischen Yuan sehen wir Chancen.
Mehrere Geldscheine Tschechische Krone. Copyright: cnb.cz
Die EZB hält an ihrer Geldpolitik unverändert fest. Andere Notenbanken kommen angesichts der steigenden Inflationsraten allerdings zu anderen Schlüssen. Vor allem Osteuropa schlägt einen anderen Weg ein als die Eurozone.
Ungarn und Polen konnten sich bis jetzt auf die gegenseitige Rückendeckung bei anstehenden Vertragsverletzungsverfahren verlassen: Sanktionen scheitern im Europäischen Rat am Prinzip der Einstimmigkeit. Das wird mit dem neuen Verfahren anders: Jetzt entscheiden die EuGH-Richter ohne die Regierungschefs.
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Die EU einigt sich mit Ungarn und Polen. Mit UK einigt sie sich nicht
Der No-Deal mit UK wird immer wahrscheinlicher. Copyright: pexels
Dass Europa kompromissbereit ist bis zur Selbstverleugnung zeigt die Einigung mit Polen und Ungarn im Streit um Rechtstaatlichkeit, Vetorecht und Finanzzuschüsse. Man will den Staatenverbund retten, koste es, was es wolle. Doch das ist nur spiegelbildlich zur harten Haltung gegenüber Großbritannien. Wer raus ist, ist raus und soll kein Vorbild sein.
Das durch die veränderten Mehrheitsverhältnisse erstarkte EU-Parlament hat den Regierungen eine Verschärfung des Rechtsstaatsmechanismus abgetrotzt, die für dien Regime in Budapest und Warschau nicht hinnehmbar ist. Eine Kompromisslinie ist nicht erkennbar. Nun sind zumindest alternative Drohszenarien gefragt.
Polen, Ungarn und Tschechien profitieren derzeit doppelt von der EU: Die von den Kernstaaten ausgehende Erholung insbesondere der Industrie zieht die Osteuropäer mit. Zudem profitieren sie überproportional vom Corona-Hilfsprogramm.