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2017
Uneinheitliche Auswirkungen auf die Währungen

Schwellenländer treten auf die Zinsbremse

Schwellenländerwährungen. © B. Wylezich/Fotolia
In den vergangenen Tagen haben die Notenbanken sehr vieler Schwellenländer eine Zinspause eingelegt. Dennoch entwickeln sich ihre Währungen gegenüber Euro und US-Dollar sehr unterschiedlich. Woran das liegt und was Anleger daraus machen können, erläutern FUCHS-Devisen.
Auffällig viele Emerging Markets treten bei den Zinsen auf die Bremse. Im Juni behielten die Notenbanken Ägyptens (18,25%), Brasiliens (13,75%), Chiles (11,25%), Indiens (6,50%), Indonesiens (5,75%), Mexikos (11,25%), der Philippinen (6,25%), Russlands (7,50%), Taiwans (1,88%), Tschechiens (7,00%) und Ungarns (13,00%) ihre Leitzinssätze konstant. Damit zeigt sich sowohl für Asien, als auch Lateinamerika und Osteuropa ein einheitliches Bild. 

Uneinheitliche Entwicklungen im Währungsgefüge

Bei der Währungsentwicklung geht es dennoch in unterschiedliche Richtungen. So fällt der US-Dollar etwa zum Brasilianischen Real, zur Tschechischen Krone und zum Forint deutlich. Dagegen stagniert der Greenback zum Chilenischen und Philippinen Peso sowie zur Indischen Rupie. Ebenso uneinheitlich ist das Bild zum Euro.

Die Gründe dafür sind im Einzelfall zu suchen. Osteuropas Währungen sind im vorigen Jahr durch die geografische Nähe zum Ukraine-Krieg tief gefallen und bauen jetzt offenbar ihre Unterbewertung wieder ab. Brasiliens Börse ist günstig bewertet und lockt Investoren an. In Asien wiederum sieht die Konjunktur zwar gut aus, allerdings sind die Zinssätze im globalen Vergleich offenbar zu niedrig, um derzeit viel Kapital anzuziehen. In Indien sind zudem die Unternehmens-Bewertungen inzwischen recht hoch.

Nur wenige Emerging Market-Notenbanken scheren aus

Eine Anhebung des Zinssatzes sehen wir in nur zwei Schwellenländern (Thailand, Türkei). Und obwohl Ankara endlich den Zinssatz deutlich um 650 Basispunkte auf 15% anhob, fällt die Lira weiter. Denn um die Inflation zu bändigen, müsste der Zinssatz noch viel höher steigen (Erwartung 21%). Unsere Lira-Spekulation (FD vom 06.04.) ist also kurzfristig nicht aufgegangen. Zinssenkungen gab es lediglich in China.

Fazit: Die Schwellenländer haben in der Mehrheit ihre Zinsanhebungen beendet und pausieren. Davon dürften auch deren Aktienmärkte profitieren.
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