Im Mai wird der EuGH sein Urteil über die Staatsanleihenkäufe der EZB fällen. In Luxemburg zeichnet sich ab, dass das Bundesverfassungsgericht verlieren wird.
Der EZB lässt sich von den Märkten nicht gängeln. Ihr letztes Ass im Ärmel – Staatsanleihenkäufe – behält sie zurück. Ob es sticht, ist ohnehin fraglich.
In Südamerika zeichnet sich mit Venezuela ein „zweites Argentinien“ ab. Inhaber von Staatsanleihen des Landes müssen sich überlegen, ob sie diese nicht besser verkaufen.
Wer Staatsanleihen kauft, wird künftig immer genauer ins Kleingedruckte schauen müssen. Jetzt sollen erneut die Konditionen für Gläubiger geändert und deren Position geschwächt werden.
Österreich hat Staatsbürgschaften für Anleihen der Hypo Alpe Adria Bank für erloschen erklärt. Damit werden die Anleihebesitzer entschädigungslos enteignet.
Die amerikanische Justiz hat im Zusammenspiel mit US-Geierfonds die argentinische Regierung in eine ausweglose Lage gebracht. Diese konnte nach dem Urteil des US-Bundesgerichts tun was sie wollte, der Default war unvermeidlich.
Großbritanniens gehört zu den am stärksten von einer Immobilienblase bedrohten Ländern Europas. Der momentane Aufschwung dürfte sich als nicht nachhaltig erweisen.